1988 – 2001

Im Juli 1988 hat die Stadt 7850 Kleingärten. Von Januar bis April 1989 wird das Ufer am Oberbach befestigt und erneuert. Die Bebauung des Wohngebietes Rostocker Strasse beginnt.
Am 01. Oktober wird die Hochschule eröffnet. Ab Oktober 1989 finden regelmässig Friedensgebete in den Kirchen der Stadt statt. Am 11. Oktober kommen 250, am 18. Oktober bereits 2500 Menschen zu den Gebeten. Am 25. Oktober demonstrieren 20.000 Neubrandenburger auf dem Karl-Marx-Platz. Am 09. November fällt die Mauer, viele Neubrandenburger fahren in den darauf folgenden Wochen nach Westberlin. Am 17. November 1989 wird der erste Geldautomat der Stadt in der Oststadt montiert. Die Stadt hat Ende der 80er über 90.000 Einwohner. 1990 wird aus einem Teil des Rates des Bezirkes das Rathaus und der andere Teil wird an öffentliche und private Einrichtungen vermietet. Am 23./24. März des Jahres werden durch das Museum Neubrandenburg Tausende von Toten in Fünfeichen durch das sowjetische NKWD-Lager nachgewiesen. Am 06. Mai 1990 wird bei den Kommunalwahlen über die Zusammensetzung der neuen Ratsver- sammlung entschieden. Es gibt eine grosse Koalition zwischen CDU, SPD, FDP, Bundeswehrverband und Neues Forum. Stärkste Fraktion wird die PDS, sie geht in Opposition. Neuer Bürgermeister wird Klaus-Peter Bolick (CDU). Am 01. Juli erfolgt die Währungsumstellung.
Am gleichen Tag wird aus dem Studio Neubrandenburg der öffentlich-rechtliche Sender R M/V – Radio Mecklenburg Vorpommern. Am 17. September 1990 wird entschieden, die Marienkirche auch weiterhin für eine kulturelle Nutzung umzubauen. Am 03. Oktober erfolgt die Wiedervereinigung. Die DDR wird in fünf Länder aufgeteilt, Neubrandenburg ist keine Bezirksstadt mehr. Ebenfalls 1990 beginnt die Sanierung des alten Schauspielhauses in der Pfaffenstrasse, es beginnt die Privatisierung der Grossbetriebe und tausende Neubrandenburger werden arbeitslos.

Die Einwohnerzahl beträgt am 30. Juni 1990 noch 90.239. Am 07. März 1991 wird die vorläufige Hauptsatzung beschlossen. Ab 15. Juli hat die Stadt wieder eigene Stadtwerke. Die Schulen der Stadt werden in das neue dreigliedrige Schulsystem eingeordnet. Das CENTRUM Warenhaus wird am 15. August 1991 vom Kaufhof neu eröffnet. Die Fachhochschule wird am 01. Oktober gegründet. Am 03. Oktober werden viele Strassen umbenannt, so wird aus der Thälmann-Strasse die Stargarder Strasse, aus der Lenin-Strasse wieder die Neustrelitzer Strasse und aus dem Karl-Marx-Platz wird der Marktplatz. Es wird mit der Planung und Erschliessung von Gewerbegebieten begonnen. Am 30. Januar 1992 wird von der Treuhand bestätigt, das der Tollensesee Neubrandenburg gehört.
Anfang Februar wird ein Obdachlosenheim in der Krauthöferstrasse eröffnet. Das Badeufer, das am ehemaligen Rüstungsbetrieb RWN liegt, und zu DDR-Zeiten unzugänglich war, wird zum Sommer 1992 komplett saniert. In Broda wird mit der Erschliessung des neuen Wohngebietes als Eigenheimstandort begonnen. Ebenfalls 1992 wird der Busbahnhof (Bild 1) komplett saniert und in der Südstadt wird ebenfalls mit der Sanierung begonnen.
Am 30. September wird von Finanzminister Theo Waigel der Grundstein für das neue Verlagsgebäude des “Nordkurier” auf dem Datzeberg gelegt. Die neue vierspurige Stadtausfahrt Rostocker Strasse ist fertig. Im März 1993 wird mit der Sanierung von der Kapelle St.Georg (Bild 2) begonnen.
Der Sprint-Weltmeisterin Katrin Krabbe wird Doping-Verstoss vorgeworfen, sie wird gesperrt. Später wird sie rehabilitiert, kehrt aber nicht zum aktiven Sport zurück.

Busbahnhof in Neubrandenburg   St. Georg in Neubrandenburg

Am 25. April 1993 wird die Gedenkstätte für die Opfer von Krieg und Gewalt in Fünfeichen eingeweiht (Bild 1). Im Juni 1993 zählt die Stadt 15 % Arbeitslose, das sind ca. 5000 Menschen. Anfang Juni wird das EKZ Datzeberg (Datzecenter) eröffnet und im Oktober folgt das Lindetalcenter in der Oststadt. Die Lohmühle am Stargarder Tor wird als Restaurant am 16. November 1993 wiedereröffnet. Im gleichen Jahr wird mit archäologischen Ausgrabungen auf der Grünfläche neben dem Marktplatz begonnen und die Villen am Ring werden unter Denkmalschutz gestellt.
Die Tribüne des Harder-Stadions wird am 07. März abgerissen, die Woldegker Strasse soll vierspurig ausgebaut werden, um den wachsenden Verkehr gerecht zu werden. Ein neues Speedway-Stadion soll am Nettelkuhl entstehen. Es wird nie gebaut. Damit ist das Ende des Speedway-Sports in Neubrandenburg besiegelt.
Am 05. April 1994 wird der erste Spatenstich für ein neues LVA-Gebäude auf dem Lindenberg gemacht.
Am 18. April wird der Kosmos-Komplex neben dem Hotel Vier Tore am Marktplatz abgerissen, hier entsteht das C&A Kaufhaus. Am 21. April eröffnet das Kammertheater das rekonstruierte und modernisierte Schauspielhaus in der Pfaffenstrasse (Bild 2). Neubrandenburgs grösstes Einkaufszentrum, das Bethaniencenter auf dem Bethanienberg, wird am 30. Mai 1994 eröffnet. Gerd zu Jeddeloh (parteilos) wird am 07. Juli neuer Bürgermeister. Am 14. März 1995 wird ein Teil der denkmalgeschützten Brauerei ohne Genehmigung abgerissen. Am 21. April wird der 38 km lange Radwanderweg rund um den Tollensesee freigegeben. Der Aussichtsturm Behmshöhe wird am 08. Juli wieder eröffnet, am 09. September folgt das sanierte “Belvedere” (Bild 3).

Gedenkstätte Fünfeichen in Neubrandenburg   Schauspielhaus in Neubrandenburg   Belvedere in Neubrandenburg

Die Sanierung der Turmstrasse beginnt. Die Stadt hat 1995 80.483 Einwohner, also 10.000 weniger als 1990. Am 01. Januar 1996 übernehmen die Stadtwerke die Wärme- und Stromversorgung von der EMO. Das erste Parkhaus Neubrandenburgs wird am 15. Februar am Rathaus eröffnet. Im Februar meldet die Neubrandenburger Brauerei “Nordbräu” Konkurs an, die Biermarke “Nordbräu” wird in Lübz weiter produziert. Am 30. August 1996 wird das Jahn-Sport-Forum (Bild 1) am Kulturpark in der Nähe des Jahn- Stadions eröffnet.
Ebenfalls 1996 beginnt die AOK mit dem Bau einen Bürogebäudes auf dem Platz des ehemaligen Harder-Stadions. Ausserdem entsteht hier ein grosser Parkplatz.
Am 21. Januar 1997 wird mit der Sanierung der Wallanlagen begonnen. Mit dem Bau des “Marktplatzcenter” wird am 04. Februar angefangen.
Am 12. Mai wird auf dem Lindenberg ein neues Einkaufszentrum eröffnet.
Ein grosses Jubiläum findet am 04. Januar 1998 statt. Neubrandenburg wird 750 Jahre alt und das wird im Rahmen eines Festes im Sommer gründlich gefeiert. Ausserdem findet noch ein grosser Festumzug statt. Am 16. September 1998 wird das Marktplatzcenter eröffnet, es ist das schönste Einkaufscenter im Herzen der Stadt.
Die Konzertkirche (Bild 2) wird am 13./14. Juli 2001 feierlich eröffnet.

Jahnsportforum in Neubrandenburg   Konzertkirche in Neubrandenburg

1248 – 1300   |   1301 – 1400   |   1401 – 1500   |   1501 – 1600

1601 – 1700   |   1701 – 1800   |   1801 – 1849   |   1850 – 1900

1901 – 1924   |   1925 – 1945   |   1946 – 1965   |   1966 – 1987

1988 – 2001

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