1966 – 1987

Im Juli 1966 werden die Wallanlagen der Stadt in die DDR-Denkmalliste aufgenommen und es wird mit dem Bau des Wohnhochhauses mitten in der Innenstadt (Waagestrasse) begonnen. Es passt überhaupt nicht ins Stadtbild und sollte meiner Meinung nach auch endlich abgerissen werden.
Am 20. September 1966 schliesst Neubrandenburg Städtepartnerschaft mit der französischen Stadt Villejuif. In der Dr. Wilhelm-Külz-Strasse entsteht ein Infektionskrankenhaus.
Die Stadt wächst weiter, es entstehen neue Wohnhochhäuser z.B. am Wasserwerk und in der Scheunenstrasse (Woldegker Strasse). Am 01. Januar 1967 wird aus dem Kaufhaus Turmstrasse Ecke Thälmannstr. das CENTRUM-Warenhaus (Bild 1). Ilse Höwe wird am 26. Februar zur Bürgermeisterin berufen. In der Sponholzer Strasse entstehen die ersten Wohnhäuser. Der Kühlturm des Heizkraftwerkes im Industrieviertel wird im Oktober 1967 fertiggestellt (Bild 2). Die Erschliessungsarbeiten für die Oststadt beginnen und an der Kleinen Krauthöferstrasse und der Berliner Strasse beginnen die Abrissarbeiten, es soll Platz für das Verwaltungsgebäude der SED geschaffen werden. Anfang April 1968 nimmt die Grossbäckerei ihren Betrieb auf. Am 15. Juli übernimmt Heinz Hahn das Amt des Bürgermeisters.
Im Kulturpark wird mit dem Bau der Stadthalle begonnen. Ab 01. Januar 1969 ist Neubrandenburg Stadtkreis und somit kreisfreie Stadt, und der Bürgermeister ist jetzt Oberbürgermeister.
Im gleichen Jahr wird der Grundstein für ein neues Hotel am Karl-Marx-Platz gelegt. Und im Oktober werden die Stadthalle (Bild 3) und die Schwimmhalle eröffnet.
Eine Parkanlage entsteht, der Kulturpark. Ausserdem sind die 6 Wohnscheiben in der Neustrelitzer Strasse bezugsfertig.

CENTRUM Warenhaus in Neubrandenburg   Kühlturm Heizkraftwerk in Neubrandenburg    Stadthalle Neubrandenburg

1970 leben 45.685 Menschen in der Stadt. Das Verkehrskombinat und das Stadtwirtschaftskombinat entstehen. Im März kommt es durch zu schnellen Abschmelzen des Schnees zu Überschwemmungen und das Dorf Küssow muss geräumt werden. Am 22. April 1970 wird der Grundstein für das Wohngebiet Oststadt gelegt. Die Neustrelitzer Strasse wird in Leninstrasse umbenannt.
1971 wird das Neue Tor vollständig restauriert. Am 01. März wird die Neubrandenburg-Information eröffnet. Der VEB Reifenwerk geht am 01. April 1971 in Betrieb.
Die vierspurige Hochstrasse zur Oststadt wird am 01. Oktober übergeben.
Eine Grosswäscherei und chemische Reinigung nehmen am 03. April 1972 ihre Betrieb in Monckeshof auf. Am 19. April wird die 10.000 Wohnung, die nach dem Krieg gebaut wurde, übergeben. Die erste olympische Medaille (Silber) für einen Neubrandenburger Sportler gewinnt die Kanusportlerin Ilse Kaschube bei den olympischen Spielen in München. Am 28. Juni 1972 hat Neubrandenburg 50.000 Einwohner. Der neue Hotelbau am Karl-Marx-Platz wird am 01. Dezember 1972 übergeben (Bild 1).
1973 feiert die Stadt ihr 725jähriges Jubiläum. Die erste automatische Ampel regelt ab 15. Januar den Verkehr zwischen Demminer- und Kranichstrasse. Am Oberbach wird die alte Holzbrücke abgerissen und eine neue stufenlose Betonbrücke gebaut.
Am 10. Juni 1973 wird zur Jubiläumswoche eine 60m hohe Wasserfontäne auf dem Tollensesee in Betrieb gesetzt. Im selben Jahr wird der dreispurige Ring um die Innenstadt freigegeben (Bild 2: im Bau).
Erstmalig findet wieder ein Weihnachtsmarkt auf dem Karl- Marx-Platz statt.

Hotel Vier Tore in Neubrandenburg   Bau des Engel-Rings in Neubrandenburg 1972

1974 hat die Stadt 60.000 Einwohner. Im gleichen Jahr wird mit der Anlage eines Waldfriedhofs in Carlshöhe angefangen. Das neue Verlagsgebäude der “Freien Erde” in der Strasse der Befreiung (Woldegker Strasse) geht in Betrieb. Am 31. August 1974 wird bereits die 15. Schule übergeben. Einen sowjetischen Panzer, der an die Befreiung der Stadt erinnern soll, bekommt Neubrandenburg am 25. September 1974 geschenkt. Er wird als Denkmal nahe der Oststadt neben der Hochstrasse aufgestellt und verschwindet sofort nach der Wende wieder.
Die Rekonstruktion des 4. Wiekhauses wird 1975 begonnen. Im April 1975 hat die Stadt 19380 Wohnungen und 64011 Einwohner. Das HKB zählt den fünfmillionsten Besucher. Die SED baut neben dem “Rates des Bezirkes” (Bild 1) und der Bezirksleitung eine Bezirksparteischule. Wegen des Kupferdaches heisst sie im Volksmund “Kupferkessel”. Heute befindet sich dort die Deutsche Bank. Am 04. November 1975 erwirbt Neubrandenburg die Eigentumsrechte an der Ruine der Marienkirche von der evangelischen Kirche. 1976 öffnet das Tor-Cafe beim Friedländer Tor im ehemaligen Zollhaus. Im gleichen Jahr beginnt der langwierige Umbau der Marienkirche zur Konzertkirche. 1977 öffnet die Gaststätte Werderbruch im Kulturpark seine Pforten. Am 22. September des Jahres eröffnet das Kaufhaus Magnet in der Oststadt. Das Wohnungsbaukombinat und der Militärbezirk Neubrandenburg erhalten am 20. Oktober 1977 die höchste Auszeichnung der DDR – den Karl-Marx-Orden. Am 06. März 1978 ist der erste Wohnblock auf dem Datzeberg montiert (Bild 2: Bau eines Hochhauses). Es entstehen ca. 3200 Wohnungen für 10.000 Menschen. Vom 09.-13. Oktober findet das erste “Nationale Dokumentar- und Kurzfilmfestival” der DDR statt. Neubrandenburg ist eine junge Stadt, das Durchschnittsalter beträgt 29 Jahre. Jeder dritte Einwohner ist unter 18. Nur 7 % sind Rentner. Die Turmstrasse wird in eine Fussgängerzone umgewandelt (Bild 3). Die ersten Patienten werden im neuen Bezirkskrankenhaus (Bild 4) in der Oststadt aufgenommen.

Rat des Bezirkes Neubrandenburg   Neubrandenburg Datzeberg - Hochhaus im Bau
Turmstrasse in Neubrandenburg   Bezirkskrankenhaus BKH in Neubrandenburg

Ab 01. Januar 1980 wird die Energieversorgung durch den VEB Energiekombinat bezirklich geleitet.
Am 18. Oktober wird die neue Kirche St. Lukas und Joseph in der Heidmühlenstrasse geweiht. Am 28. November 1980 erhält der Ring um die Innenstadt den Namen Friedrich- Engels-Ring und am 30. November wird nach Rekonstruierung die Johanniskirche geweiht (Bild 1). Die Stadt hat 79.006 Einwohner.
1981 entstehen neue Hochhäuser an der Leninstrasse und am Blumenborn. Am 01. Dezember des Jahres wird der Gasometer an der Brücke 10. Jahrestag demontiert. Am 10. Februar 1982 durchbricht Neubrandenburg die Einwohnerzahl von 80.000. Am 21. Mai treffen die Radrennfahrer der 35. Friedensfahrt in der Stadt ein. Die 19. Arbeiterfestspiele der DDR werden am 25. Juni eröffnet (Bild 2). Die staatliche Kunstsammlung öffnet am Pferdemarkt ihre Türen und das Bezirksmuseum zieht an den Friedrich-Engels-Ring (Bild 3). Am 04. Januar 1983 wird in der Oststadt die 22. POS übergeben. Der Bau des Wohngebietes Reitbahnweg beginnt am 05. September. Am 01. Oktober 1983 bekommt die Marienkirche ihre neue Turmspitze (Bild 4). In Broda geht eine Forellenzucht in Betrieb. 1984 wird der See nahe dem Reitbahnviertel “Reitbahnsee” benannt. Die innerstädtische Bebauung beginnt, in der Behmen- Pfaffen- und Neutorstrasse fallen die alten Bauten neuen Plattenbauten zum Opfer. Am 17. November 1985 gibt es zur Eröffnung der Faschingssaison nach langer Pause wieder einen Karnevalsumzug.
Zum 30. Pressefest am 21./22. Juni 1986 kommen 100.000 Besucher.
Die Freiwillige Feuerwehr feiert ihr 120jähriges Bestehen. Am 29. April 1987 öffnet der erste Baustoffmarkt im Industriegebiet. Die Neubebauung der Katharinenstrasse beginnt, es entstehen 900 Wohnungen. Flensburg wird neue Partnerstadt von Neubrandenburg.

Johanniskirche in Neubrandenburg   Arbeiterfestspiele 1982 in Neubrandenburg   Regionalmuseum in Neubrandenburg 1982
Neue Turmspitze Marienkirche in Neubrandenburg 1983

1248 – 1300   |   1301 – 1400   |   1401 – 1500   |   1501 – 1600

1601 – 1700   |   1701 – 1800   |   1801 – 1849   |   1850 – 1900

1901 – 1924   |   1925 – 1945   |   1946 – 1965   |   1966 – 1987

1988 – 2001

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