1601 – 1700

Schulrektor Latomus beginnt 1604 mit der Ausarbeitung von “Genealochronicons”, der Geschichte Mecklenburgs. 1611 legt er sie vor, sie bleibt lange ungedruckt.
Am 10. November 1614 zerstört ein Grossbrand den nördlichen Teil Neubrandenburgs zwischen Friedländer Tor und Johanniskirche. Die Marienkirche brennt innen völlig aus.
Die Neubrandenburger Bürgerschaft erreicht am 14. Dezember 1618 einen weiteren Erfolg im Kampf ums Mitbestimmungsrecht.
1622 wird Neubrandenburg Vorderstadt des Stargardschen Kreises. Damit hat die Stadt das Recht, alle Städte des Landes Stargard auf den Landtagen zu vertreten. 1625 nimmt eine Pestepidemie zahlreichen Neubrandenburgern das Leben.
Der Dreissigjährige Krieg erreicht Neubrandenburg 1627. Widerstand war unmöglich, Wallensteins Truppen besetzen die Stadt.
Am 01. Februar 1631 zwingt Schweden-König Gustav Adolf die Kaiserlichen unter Oberst Franz Marsoun zum Rückzug.
Die Mecklenburger verbünden sich mit den Schweden. Am 19. März 1631 dringt der kaiserliche General Tilly mit seinen Knechten in die Stadt ein und richtet unter den schwedischen Besatzern und der Bevölkerung ein fürchterliches Blutbad an. 164 Neubrandenburger und ca. 1950 Besatzer fanden den Tod. Bei den Kämpfen werden u.A. der Zingel und das Vortor des Neuen Tores zerstört. Eine Gedenktafel in der Toranlage des Friedländer Tors erinnert an die Kämpfe.

Wallenstein   General Tilly

1635 wird die Stadt wieder von Auseinandersetzungen heimgesucht, sie wird abwechselnd von kaiserlichen und schwedischen Truppen besetzt. Am 29. Juli 1637 zieht der kaiserliche General Gallas in die Stadt ein. Die ganze Bevölkerung der Stadt flüchtet und versteckt sich 14 Tage lang in der Umgebung.
Die Stadt wird in dieser Zeit ausgeplündert und die Vorräte werden geraubt.
1638 überfällt sie Stadt eine neue Pestepidemie, es gibt viele Opfer.
Um 1650 werden die Reste der Nikolai-Kirche abgerissen. Am 28. Juli 1655 schlägt der Blitz in die Marienkirche ein. Der Turm brennt bis auf die Grundmauern nieder, die Kirchenglocken schmelzen.
Am 25. September 1665 meldet die Stadt Konkurs an und hat 45.000 Taler Schulden. Grund sind die Schädigungen durch die Besatzer während des Dreissigjährigen Krieges. 1671 wird der Konkurs vollstreckt und die Stadt muss alle Besitztümer an Gläubiger abtreten.
Am 20. Mai 1676 setzt ein erneutes Grossfeuer die Stadt in Schutt und Asche. Neben vielen Häusern wird auch das Innere der Marienkirche zerstört. Verschont bleiben die Johanniskirche, das Franziskanerkloster, die Stadtbefestigung und 16 Wohnhäuser.
1691 erhalten die Töpfer ihr Zunftprivileg.

1248 – 1300   |   1301 – 1400   |   1401 – 1500   |   1501 – 1600

1601 – 1700   |   1701 – 1800   |   1801 – 1849   |   1850 – 1900

1901 – 1924   |   1925 – 1945   |   1946 – 1965   |   1966 – 1987

1988 – 2001

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